Website-Optimierung: Schnellerer Seitenaufbau durch weniger Serveranfragen (Ladezeitoptimierung, Teil 2)
Im ersten Teil dieser Artikelserie haben Sie erfahren, mit welchen Werkzeugen Sie Ihrer Website auf den Geschwindigkeitszahn fühlen können. Jetzt geht es ans Ladezeit-Testen. Als erstes ist die Anzahl der Serveranfragen an der Reihe. Denn es gilt: Wenige große Dateien sind schneller heruntergeladen als viele kleine Dateien – selbst wenn die Summe der Dateigrößen in beiden Fällen gleich ist.
Welche Seiten Ihrer Website sollten Sie testen?
Die in dieser Artikelserie gezeigten Tests beziehen sich jeweils auf eine einzelne Seite einer Website. Sie sollten daher nicht nur die Startseite ihrer Website testen. Suchen Sie sich ein paar Beispiele für typische Seitengestaltungen heraus: zum Beispiel eine Produktübersichtsseite, die Einzelansicht eines Produkts und vielleicht noch eine News- oder Pressemeldungsseite.
Testen Sie jede dieser ausgewählten Seitentypen. Wundern Sie sich nicht, wenn die Ergebnisse stark voneinander abweichen. Das ist normal. Vielleicht sind einige Optimierungs-Maßnehmen ja auch nur für bestimmte Seitentypen notwendig.
Warum sind wenige Serveranfragen besser als viele Serveranfragen?
Wenige große Dateien sind schneller heruntergeladen als viele kleine Dateien – selbst wenn die Summe der Dateigrößen in beiden Fällen gleich ist. Das liegt daran, dass Browser und Webserver vor dem Download jeder Datei erst einmal miteinander reden müssen. Das kostet Zeit. Weniger Dateien bedeutet weniger Reden, also auch weniger Zeit.
Wo immer sich mit angemessenem Aufwand mehrere kleine Dateien zu einer großen Datei zusammenfassen lassen, sollte man dies auch tun, um die Anzahl der Serveranfragen zu reduzieren.
So finden Sie Optimierungspotenzial zur Reduzierung der Serveranfragen
Schauen Sie sich bei WebPagetest auf der Seite „Performance Review“ (hier ein Beispiel) die Tabellenspalte „Combine“ an. Sind dort viele rote Icons zu sehen, sollten Sie Ihre Internetagentur darum bitten, die verwendeten JavaScript- und CSS-Dateien auf ihre Kombinierbarkeit hin zu überprüfen.

Bei PageSpeed heißen die beiden Punkte, auf die Sie achten müssen „Combine external JavaScript“ und „Combine external CSS“. Bei YSlow müssen Sie auf die Anweisungen unter „Make fewer HTTP requests“ achten. (Erklärungen zu den beiden Werkzeugen PageSpeed und YSlow finden Sie im ersten Teil dieser Artikelserie.)
Und noch etwas: Wenn bei WebPagetest in der Wasserfall-Ansicht (hier ein Beispiel) viele kleine Dateien mit den Endung .gif und .png auftauchen, fragen Sie bei Ihrer Internetagentur einmal nach, ob sich die Kombination dieser Dateien mithilfe der „CSS-Sprites“-Technik lohnt.

Mithilfe von CSS-Sprites fasst man mehrere kleine Icons und ähnliche Bilder zu einer großen Grafikdatei zusammen. Auf der Website wird an den verschiedenen Stellen einer Seite jeweils ein kleiner Ausschnitt der großen Grafikdatei angezeigt. Auf diese Weise bekommt ein Besucher von der Reduzierung der Grafikdatei-Anzahl nichts mit. Alles sieht so aus wie vorher – nur eben ein wenig schneller.
Nächste Woche erwartet Sie in Teil 3 unserer Artikelserie zur Ladezeitoptimierung das Thema Komprimierung. Dabei geht es um die komprimierte Auslieferung von Text-Dateien sowie die optimale Komprimierung von Bildern.

Rubriken: Website-Pflege, Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Schlagwörter: Ladezeitoptimierung Leitfaden Online-Marketing SEO Website-Optimierung

a) Kann man JavaScript und css in Dateien zusammenfassen? Ich kann mir nicht vorstellen, wie, da es absolut andere Inhalte sind!
b) Was kann ich tun, um diese Meldung zu beheben?
MfG Hagen
Gibt es in Typo3 und auch als plugin für Wordpress
Für Typo3 und Wordpress gibt auch für das Zusammenfassen und Komprimieren von CSS und JavaScript eine Extensionen.
(Typo3: Javascript and Css Optimizer (js_css_optimizer))
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