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Website-Optimierung: Ist Ihre Website schnell genug für Ihre Besucher und für Google? (Teil 1)

Eine längere Wartezeit als drei Sekunden ist für 40 Prozent der US-amerikanischen Online-Shopper nicht akzeptabel. Zu diesem Ergebnis kam eine Forrester-Studie vom August 2009. Man darf davon ausgehen, dass es im B2B-Umfeld nicht viel anders aussieht. Website-Besucher mögen keine langsamen Websites. Zudem zählt die Ladezeit seit einiger Zeit ganz offiziell zu Googles Ranking-Kriterien und ist damit für die Suchmaschinenoptimierung relevant. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Internet-Agentur briefen müssen, um Ihrer Website Beine zu machen.

Die Geschwindigkeitsstellschrauben

Wie lange es von der Eingabe einer Webadresse bzw. dem Klick auf einen Link bis zur vollständigen Darstellung der aufgerufenen Seite dauert, hängt vor allem von sechs Faktoren ab:

  1. Art und Geschwindigkeit der Internetverbindung
  2. Verwendeter Webbrowser
  3. Leistungsfähigkeit und Auslastung des Webservers
  4. Gesamtgröße aller für die Darstellung der Seite benötigten Dateien (HTML, CSS, JavaScript, Bilder usw.)
  5. Anzahl der heruntergeladenen Dateien
  6. Verwendete Techniken (HTML, JavaScript, Flash usw.)

Auf die ersten beiden Faktoren haben Sie als Website-Betreiber keinen Einfluss. Die restlichen vier Faktoren können Sie jedoch optimieren (lassen). Optimal ist eine Website somit dann, wenn ihre einzelnen Seiten aus möglichst wenigen, möglichst kleinen  Dateien bestehen, die vom Webbrowser des Besuchers möglichst schnell zu einer vollständigen Seite zusammengesetzt werden können.

Ich gehe davon aus, dass die wenigsten Leser des IFOM-Blogs selbst Hand an Webserver-Konfigurationsdateien, Website-Templates oder Stylesheets legen wollen oder können. Deswegen spare ich mir die technischen Detailerklärungen und zeige stattdessen,

  • wie man als „Nicht-Techniker“ Optimierungspotenzial ausfindig macht und
  • wie man seine Internet-Agentur richtig brieft.

Die Werkzeuge für eine Analyse der Website-Ladezeit

Es gibt im Web zahllose Tools zum Testen von Website-Ladezeiten. Bei all diesen Werkzeugen gilt es zu beachten: Eine wirklich allgemeingültige Aussage oder gar eine exakte Prognose, wie viele Sekunden es dauert, bis eine bestimmte Seite geladen ist, kann keines dieser Tools liefern. Denn im Einzelfall hängt die konkrete Ladezeit von noch viel mehr Faktoren ab als oben erwähnt. Die gelieferten Ergebnisse eignen sich daher gut als Anhaltspunkte, sollten jedoch nicht überbewertet werden.

Die folgenden Werkzeuge eignen sich gut, um Websites auf ihre Optimierungspotenziale hinsichtlich der Ladezeit zu testen:

WebPagetest

Wer nicht allzu tief in die Materie einsteigen möchte, ist mit WebPagetest gut beraten. Es handelt sich um einen reinen Online-Dienst, der direkt im Webbrowser aufgerufen wird. Man kann sowohl eine einzelne Webseite detailliert testen als auch Videos mit Ladezeitvergleichen verschiedener Seiten erstellen lassen. Den Standort und die Verbindungsgeschwindigkeit des Messrechners kann man wählen. Die meist zum Einsatz kommende Verbindungsgeschwindigkeit von 1,5 MBit stellt in der heutigen Zeit zwar eher die Untergrenze dar. Doch bei der Ladezeitoptimierung geht es ja gerade auch um ein Worst-Case-Szenario.

Firebug mit den Erweiterungen YSlow und/oder Page Speed

Firebug ist eine bekannte Erweiterung des Fifefox-Browsers, der vor allem Webdesignern bei der Analyse und Entwicklung von Websites unterstützt. Für Firebug selbst gibt es wiederum Erweiterungen, die dessen Funktionsumfang erweitern. Wer sich genauer mit der Analyse von Website-Ladezeiten beschäftigen möchte, sollte seinen Firefox-Browser zuerst mit Firebug und dann zusätzlich mit mindestens einem der beiden Ladezeit-Analyse-Erweiterungen ausstatten. Page Speed stammt von Google. YSlow wird von Yahoo! zur Verfügung gestellt und bietet meiner Meinung nach ein wenig anschaulichere Darstellungen und Erklärungen. Doch das ist Geschmackssache. Ich persönlich nutze beide Tools parallel.

Die richtigen Werkzeuge zur Ladezeit-Analyse kennen Sie jetzt. In den Teilen 2, 3, 4 und 5 dieser Artikelserie geht es ans Ladezeit-Testen. Sie erhalten dort einfache Checkliste, die Sie ganz einfach Punkt für Punkt abarbeiten können.

Dieser Beitrag wurde am 13.07.2010 von
Michael van Laar geschrieben.
Rubriken: Suchmaschinenoptimierung (SEO), Website-Pflege
Schlagwörter: Ladezeitoptimierung   Leitfaden   Online-Marketing   Rankingfaktoren   SEO   Website-Optimierung  
Webstandard-Blog http://webstandard.kulano.de 13-07-10 14:48

Klasse Beitrag Michael. YSlow ist wirklich eine gute Möglichkeit in Sachen potentiellen Optimierungsbedarfs tätig zu werden. Ob bezüglich der Optimierung von Bilddateien (siehe http://webstandard.kulando.de/post/2010/05/07/ladezeit-von-webseiten-verbessern-bilder-mit-dateikomprimierung-optimieren ) oder der Komprimierung von CSS-Code (siehe http://webstandard.kulando.de/post/2010/03/31/css-code-organisieren-ladegeschwindigkeit-optimieren ). Und es ist wirklich erstaunlich wie viel man selbst bei den großen Portalen noch einsparen könnte.

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