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Wirksamere Online-PR: So machen Sie Ihre Online-Pressetexte einzigartig – und das gleich mehrfach

Ein fester Bestandteil der Online-PR-Maßnahmen ist das Veröffentlichen einer fertiggestellten Pressemeldung auf den zahlreichen Presseplattformen wie z. B. openpr.de oder presseportal.de. Wussten Sie, dass dieses Vorgehen kontraproduktiv ist? Lesen Sie hier, wie Sie es besser machen.

Meine plakative These bedarf natürlich einer Erklärung. Und diese setzt bei Ihren Zielen an. Was erhoffen Sie sich davon, wenn Sie Pressemeldungen oder Fachartikel auf Presse-, Fach- oder Branchenportalen veröffentlichen? Im Wesentlichen werden dies zwei Dinge sein:

  1. So viele relevante Personen aus Ihren verschiedenen Zielgruppen (Fachredakteure, Entscheider, Multiplikatoren) sollen Ihren Text lesen und so auf Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Dienstleistungen aufmerksam werden.
  2. Google – und natürlich auch die anderen Suchmaschinen – soll die im Pressetext enthaltenen Links zu Ihrer Website finden und verarbeiten, damit Ihre Website besser gefunden wird. Das nennt man Linkaufbau oder Off-Page-Suchmaschinenoptimierung.

An Google führt auch in der Online-PR kein Weg vorbei

Die beiden oben genannten Online-PR-Zielsetzungen sind völlig in Ordnung. Es gibt nur ein kleines Problem: Ohne die Hilfe von Google werden sie keine von beiden erreichen.

Zu Punkt 1: Wer stöbert schon auf Presseplattformen herum, um interessante Pressemeldungen zu finden? Journalisten vielleicht, die absolut nicht wissen, worüber sie als nächstes berichten sollen. Aber das dürfte auf die wenigsten Redakteure zutreffen, denn bei den meisten von ihnen quellen die E-Mail-Postfächer über vor lauter Pressemeldungen. Die Entscheider Ihrer Kunden dürften die meisten dieser Websites noch nicht einmal kennen. Wenn sie allerdings bei Google nach dem Thema Ihrer Pressemeldung suchen und Ihr Artikel auf einer dieser Websites auftaucht, besteht die Chance, dass Ihr Text auch tatsächlich angeklickt und gelesen wird.

Zu Punkt 2: Es stimmt, die Verlinkung Ihrer Website auf anderen Seiten wirkt sich im Allgemeinen positiv auf die Auffindbarkeit aus. Doch Google kann nur solche Links in den Bewertungsalgorithmus einbeziehen, die in der Google-Datenbank vorhanden sind. Das bedeutet: Nimmt Google eine einzelne Seite im Web, also z. B. Ihre Pressemeldung auf einem beliebigen Presseportal, nicht in den Index auf, weil bestimmt Qualitätskriterien nicht erfüllt sind, kennt Google folgerichtig auch die Links nicht, die auf dieser Seite enthalten sind.

Zwischenfazit: Im Rahmen der Online-PR bringt die Veröffentlichung von Pressetexten an mehreren Stellen im Web nur dann etwas, wenn alle, oder zumindest die meisten, dieser Texte auch den Weg in den Google-Index finden.

Ich garantiere Ihnen jedoch, dass genau das nicht der Fall ist, wenn Sie ein und denselben Text unverändert auf mehreren Websites veröffentlichen. Im Gegenteil: Die Arbeit könnten Sie sich in den meisten Fällen auch sparen. Denn Google mag es gar nicht, wenn der exakt gleiche Text an mehreren Stellen im Web vorkommt.

Das Problem: Duplicate Content

Der Fachbegriff für solche mehrfach vorhandenen Inhalte heißt Duplicate Content. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein (ausreichend großer) Textblock, also beispielsweise eine Pressemeldung, in gleicher Form mehrfach auf der eigenen Website auftaucht oder auf unterschiedlichen Websites. Entscheidend ist die Web-Adresse. Weicht diese auch nur in einem Zeichen ab, handelt es sich für Google zunächst einmal um Duplicate Content. Sie können also davon ausgehen, dass ein Pressetext, der in gleicher Form auf mehreren Websites veröffentlicht wurde, mit Sicherheit als Duplicate Content erkannt wird.

Zwischenfazit: Sie brauchen „nur“ viele unterschiedliche Texte. Diese müssen inhaltlich dasselbe aussagen. Sprachlich sollten sie jedoch so verschieden voneinander sein, dass der die auf mathematischen Regeln beruhende maschinelle Bewertung durch Google keine ausreichenden Anzeichen für eine Übereinstimmung findet und deshalb die Texte nicht als Duplicate Content einstuft.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Das Schreiben eines Pressetextes dauert schon lange genug. Die Liste mit den für IFOM relevanten Presseportalen umfasst beispielsweise rund 40 Websites. Wie soll man denn 40 verschiedene Texte in der für die Online-PR zur Verfügung stehenden Zeit schreiben? Ganz zu schweigen von den Kosten. „Von Hand“ ist das nicht machbar. Doch es gibt eine halbautomatisierte Abhilfe.

Die Lösung: Article Spinning

Unter Suchmaschinenoptimierern gilt die Faustregel, dass ein Text mindestens 30 Prozent „Uniqueness“, also Einzigartigkeit, vorweisen muss, um von Google nicht als Duplicate Content eingestuft zu werden. Sie brauchen also eigentlich gar nicht den ganzen Text viele Male neu zu schreiben. Rund die Hälfte des Textes wären auch schon genug. Das klingt schon nicht mehr ganz so schlimm, ist von Hand allerdings noch immer nicht zu bewerkstelligen.

Daher haben findige Software-Entwickler Programme erstellt, die Ihnen an dieser Stelle unter die Arme greifen. „Article Spinning“ heißt dieses Vorgehen. Dabei stellt man in einem Originaltext mehrere Alternativen für einzelne Wörter, Phrasen oder Sätze zur Verfügung. Die Software erzeugt aus den feststehenden und den variablen Textteilen dann neue Varianten des Textes. Ein einfaches Beispiel zeigt das Grundprinzip:

Ausgangstext
{Dieser Text|Der Satz, den Sie gerade lesen,} ist {das Ergebnis|das Resultat|die Folge} eines Spinning-{Verfahrens|Vorgangs}.

Durch Spinning erzeugte Variationen
Dieser Text ist das Ergebnis eines Spinning-Verfahrens.
Dieser Text ist das Ergebnis eines Spinning-Vorgangs.
Dieser Text ist das Resultat eines Spinning-Verfahrens.
Dieser Text ist das Resultat eines Spinning-Vorgangs.
Dieser Text ist die Folge eines Spinning-Verfahrens.
Dieser Text ist die Folge eines Spinning-Vorgangs.
Der Satz, den Sie gerade lesen, ist das Ergebnis eines Spinning-Vorgangs.
Der Satz, den Sie gerade lesen, ist das Ergebnis eines Spinning-Verfahrens.
Der Satz, den Sie gerade lesen, ist das Resultat eines Spinning-Vorgangs.
Der Satz, den Sie gerade lesen, ist das Resultat eines Spinning-Verfahrens.
Der Satz, den Sie gerade lesen, ist die Folge eines Spinning-Verfahrens.
Der Satz, den Sie gerade lesen, ist die Folge eines Spinning-Vorgangs.

In diesem Beispiel wurden durch das Austauschen einzelner Satzteile mit wenig Aufwand aus einem Ausgangssatz zwölf verschiedene Varianten erzeugt.

Mit halbautomatisierter Hilfe ist es auf diese Weise machbar, mit vertretbarem Aufwand viele unterschiedliche Varianten eines Online-PR-Textes zu erstellen. Von der Vorstellung einer Pressemeldung als „Gesamtkunstwerk“ müssen Sie sich allerdings verabschieden, wenn Sie sich näher mit dem Article Spinning befassen wollen. Vor allem passionierten Textern dürfte dies schwer im Magen liegen.

Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass es möglich ist, auch per Article Spinning gut lesbare Texte zu erstellen. Voraussetzung ist jedoch eine hohe Qualität des Ausgangstextes und der verwendeten Text-Alternativen. Ein guter Texter, der zusätzlich mit den Möglichkeiten des Article Spinings gekonnt umzugehen weiß, ist also nach wie vor gefragt.

Nutzen Sie daher auch auf keinen Fall vollautomatisierte Software, die anhand von Thesaurus-Abfragen Wortvariationen erzeugt. Für englische Texte sind solche Programme zwar erhältlich. Die Qualität der daraus erzeugten Texte ist jedoch in den meisten Fällen nicht zufriedenstellend.

Die Notwendigkeit: gut gemachtes (!) Article Spinning

Um Google tatsächlich davon zu überzeugen, dass es sich bei den Variationen Ihres Textes um eigenständige Inhalte handelt, reicht es nicht aus, einfach nur in jedem Satz ein paar Worte durch ihre Synonyme zu ersetzen. So leicht lässt sich der Google-Algorithmus nicht austricksen, denn auch die Anzahl der Worte eines Satzes sowie der strukturelle Aufbau von einzelnen Sätzen bis hin zu gesamten Texten sind Indikatoren, die es zu berücksichtigen gilt.

Aus diesem Grund kommen bei gut gemachtem Article Spinning unter anderem folgende Techniken zum Einsatz:

  • die Variation ganzer Sätze
  • verschachtelte Variationen, z. B. {Version {1|2}|Version {3|4}}
  • Variationen zur Veränderung der Satzlänge
  • Variationen von Textauszeichnungen, Absatzumbrüchen usw.
  • Variationen von Link-Texten und Link-Zielen

Speziell für Neulinge auf diesem Gebiet lohnt es sich, sich anfangs ein wenig Unterstützung zu holen. Vielleicht werde ich hier im Blog auch noch einmal genauer auf die einzelnen Techniken eingehen.

Die Werkzeuge

Folgende kostenlose Tools kann ich empfehlen:

  • SpinProfit – ein kostenloses Article-Spinning-Tool, das auch verschachtelte Variationen verarbeiten kann. (Achtung: Alternativen müssen hier statt mit den üblichen geschweiften Klammern mit eckigen Klammern gekennzeichnet werden.)
  • DupeFree Pro – ein kostenloses Programm, mit dem man den Duplicate-Content-Anteil bzw. die „Uniqueness“ von zwei Texten messen kann.
  • Wortschatz-Portal der Universität Leipzig – der Klassiker unter den kostenlosen Thesauren im Web.

Dieser Beitrag wurde am 01.03.2010 von
Michael van Laar geschrieben.
Rubriken: Online-PR
Schlagwörter: Rankingfaktoren   SEO   Texten  
Thomas Reif http://www.reizkraft.com 01-03-10 19:58

Ist eine gute Idee mit Article Spinning zu arbeiten. Danke für die Links! Kannte ich noch nicht. Gab da aber noch so eine Seite, wo man Pressetexte mit einem Generator umschreiben lassen konnte. Aber keine Ahnung wie die hieß. Hatte sie mal gefunden und mir leider nicht abgespeichert.
Hajo Gebhardt  27-04-10 19:13

Hallo und vielen Dank für die hervorragenden Tipps!

Ich habe SpinProfit vor Kurzem getestet und konnte leider keine Möglichkeit finden, wie sich die Umlaute korrekt darstellen lassen. Haben sie vielleicht einen Tip für mich?

Vielen Dank schoneinmal im Voraus.

Super Artikel. Deine Beispiele gefallen mir besonders gut.
Markus Feder http://www.dinnerinthedark.eu 15-06-10 17:15

Toller Artikel! Das meiste war mir zwar schon bekannt, aber die Links am Ende kannte ich noch überhaupt nicht. Gerade das Tool SpinProfit werde ich mir anschauen. Ich kannte bisher nur Spinner, die eine nochmalige Verschachtelung nicht beherrschten. Diese waren zumeist noch nicht mal kostenlos.
Helmut http://www.hypnose-cd-abnehmen.de 25-09-10 02:05

Danke für die Tipps mit dem Article Spinning. Schreibe für meine Webseite immer viele Texte. Das mit dem Spinning wird es mir erleichtern.
Pascal htto://www.b-landau.de/ 15-11-10 00:26

Hey,
seit kurzem gibt es einen neuen Article Spinner für den deutschen Markt. Das Tool heißt Article Wizard und es gibt sogar ein Video auf http://www.myseosolution.de/seo-tools/article-wizard/

Viele Grüße
André Heerwagen http://www.shopping-versandhaus.de 03-12-10 17:41

Also es ist unbedingt erforderlich unterschiedliche Texte zu erstellen. Alles andere macht ja auch keinen sinn x mal den selben Text auf unterschiedlichen Webseiten zu lesen. Mein Favorisiertes Tool:
http://www.php2all.de/text-generator.html
Freie Version
Markus http://www.dessouskaufen.net 06-12-10 18:55

Hallo Michael,

danke für den Artikel. Ich bin gerade über den Blog der Internetkapitäne hier gelandet und war schon längere Zeit auf der Suche nach genau dieser Fragestellung: mit welchen kostenlosen Tools kann ich Pressemitteilungen spinnen. Hab allerdings nur englischsprachig gesucht, da hab ich den deutschen Markt wohl unterschätzt ;-)

Grüße
Marketing Performers www.marketingperformers.de 21-01-11 12:13

Hallo Herr van Laar,

ein sehr guter, informativer Artikel! Viele denken leider nicht an das Thema Duplicate Content und welche Folgen so etwas haben kann.

Vielen Dank für die ganzen Infos und beste Grüße aus München.
Jochen www.wellness-hoch3.de 04-02-11 20:46

Guten Tag Herr van Laar,

prima Artikel mit genau den Information, die ich gesucht habe.
Aufschlussreich, informativ und interessant - Vielen Dank dafür und schöne Grüße!

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